L-Arginin Aminosäure
Erstellt am 11. November 2011
L-Arginin ist eine linksdrehende Alpha-Aminosäure und hat von den proteinogenen Aminosäuren den wohl höchsten Stickstoffanteil.
Natürlicherweise findet man diese Aminosäure beispielsweise in rohem Schweinefleisch, rohem Lachs, diversen Nüssen, Reis, Kuhmilch oder getrockneten Erbsen.
Sie dient der Harnstoffbildung in der Leber und wird dort zu Energie umgebaut oder zu Ammoniak abgebaut. L-Arginin unterstützt auf diese Weise die Erweiterung der Blutgefäße, da es an der Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) beteiligt ist. Hierdurch gelangen mehr Sauerstoff und Nährstoffe in das Blut. Die Muskulatur wird aufgebaut, indem die Einlagerung von Proteinen und Kohlenhydraten gefördert wird. Ein ähnlicher Effekt wird dem Fatburner L-Carnitin nachgesagt, Experten sind sich darüber jedoch uneins.
In der Medizin wird L-Arginin zudem für die Behandlung erektiler Dysfunktionen, also Potenzstörungen oder Erektionsstörungen eingesetzt. Die Produktion von Sickstoffmonoxid steigert die Erektionsfähigkeit. Das Blut staut sich im Penis und es kommt zu einer Erektion.
Auch bei Fertilitätsstörungen oder unerfülltem Kinderwunsch ist diese Aminosäure nicht unwichtig und bildet die Polyamine Spermin und Spermidin, die in der Spermienflüssigkeit in hoher Konzentration enthalten sind und die Zellteilung in der DNA beeinflussen.
Außerdem unterstützt sie die Insulinfreisetzung und wird in der Therapie von Diabetes Mellitus eingesetzt.
Bei der Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen wie u. a. Arteriosklerose werden diese Aminosäuren angewendet und seine wichtigste Eigenschaft ausgenutzt. Durch die Stickstoffmonoxidbildung entspannt den Herzmuskel und die glatten Gefäßmuskel Dies verbessert so die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Blutbahnen.
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